Die beste Kamera für Streetfotografie…

Was habe ich schon alles über Fotoequipment für Streetfotografie gelesen. Möglichst kleine, unauffällige und schnellauslösende Kamera, klasse Weitwinkelobjektiv usw. usw. – ALLES KÄSE!!! Nur die Kamera, die man einsatzbereit dabei hat – nur so eine Kamera ist die Beste schlechthin.
Sicher haben die Jungs recht – aus technischer Sicht zumindest. Klein, schnell, super Bilder – alles dies hat seine Berechtigung. Aber was nützt es, wenn diese daheim auf dem Schreibtisch liegt?

So ist dies mir passiert – eigentlich wollte ich einen Kumpel besuchen. Beim Aussteigen aus der U-Bahn stehe ich dann vor dieser Treppe… – schönes Licht, kein Mensch weit und breit und KEINE Kamera dabei. Also Handy raus.

Haltestelle in Stuttgart - aufsteigende Treppe
Keine 200 Meter weiter die Straße lang – eingelassen in ein etwas heruntergekommenes Industriegebäude – eine Eventlocation im Stile der 70er-Jahre. VW-Strandbuggy, Plastikmöbel, Discokugel und Bonanzarad… Und? Immer noch keine Kamera dabei. Also Handy raus.

70ths-Eventlocation

Ein paar Tage später. Mal schnell NUR ein paar Einkäufe. Also rein in die Tiefgarage, das Auto abgestellt und was steht da? Ein VW-Samba – wirklich schön gerichtet, poliert – einfach schön. Und? Verdammt. Schon wieder die Kamera nicht dabei. Da tröstet es auch nicht, dass der VW-Bus in eine Ecke gedrückt geparkt eigentlich nicht wirklich in Szene zu setzen ist. Also muss das Handy wieder herhalten.

VW-Samba - Bulli - T1

Mein Fazit: Die hypergeile Vollformatkamera in der Größe einer Briefmarke, bestückt mit einem Zeisobjektiv mit der Lichtstärke 1.2 mit einer Auflösung von 100 Megapixels… – alles Mist, wenn man das Ding nicht dabei hat. Also – was bleibt: DIE beste Kamera für Streetfotografie ist die Kamera, die man dabei hat. Notfalls auch das Handy vom Discounter. 😎
Just my two cents.

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