Warum sind so viele Beiträge offline?

Warum? Ein erster Blick in die Datenschutzerklärung und das Monster DSGVO im Hinterkopf. Eigentlich spiele ich mit dem Gedanken den kompletten Blog offline zu nehmen.

Ganz besonders schade ist es um die vielen Bilder rund um die „Internationale Württembergische Damen-Tennis-Meisterschaften um den Stuttgarter Stadtpokal“. Eine Dokumentation einer Sportveranstaltung des TC-Blau-Weiss Vaihingen Rohr. Solange aber unklar ist, wie mit ehrenamtlicher Sportfotografie umgegangen werden kann – solange bleiben die Bilder nun halt offline. Sorry.
Wer sich hierzu den Flash geben möchte, der kann gerne mal die Suche mit den Stichwörtern „DSGVO“ und „Fotografie“ etc. bemühen. Das ist einfach derzeit nicht zu kapieren.

Mal eines vorab: Den erste Fehler haben Sie schon gemacht, als Sie Ihr Handy benutzt oder Ihren Computer gestartet haben. Warum? Weil alles dies bereits Spuren hinterlassen hat. Oder haben Sie womöglich eines dieser Dinger bei Ihnen im Wohnzimmer, mit denen man reden kann? Tja – dann haben Sie bereits eine Liveschaltung ins Ausland.

Zusammenfassend:

  • Mein Provider (derzeit evanzo) hat garantiert ein Server-Log – auf das ich aber keinen Zugriff habe
  • Auswertungen werden keine gefahren
  • Kommentarfunktion ist deaktiviert
  • Verschlüsselung ist auch aktiviert
  • Diese Seiten sind reines Hobby

Falls doch was nicht in Ordnung sein sollte, dann bitte ich Sie mich einfach zu informieren. Per Mail (s. Impressum) – nein doch besser per Post… Das mit den Mails ist auch so eine Sache. Da kann ja theoretisch auch jeder mitlesen.

In diesem Sinne und der Hoffnung, dass am 25.05.2018 die Digitalwelt innerhalb der EU nicht untergeht…

Totale Mondfinsternis September 2015

Ende September konnte man eine totale Mondfinsternis erleben. Wer durchgehalten hat und/oder sich den Wecker gestellt hatte, konnte sich an dem Naturschauspiel erfreuen.

Gegen Mitternacht:
2015_09_28_7348_Mond

Und dann nochmals um 05:00 Uhr morgends:
2015_09_28_7359_Blutmond

Okay – danach am nchsten Tag zur Arbeit gehen… – das war eine kleine „Herausforderung“.

Anmerkung zu Wunsch nach Mehrbenutzerfähigkeit in Lightroom – Limitierung SQLite

Hallo zusammen,

Gunther von gwegner.de hat einen Blogeintrag über das anstehende Lightroom 6 berichtet und hier von den Neuerungen – aber auch von der Nicht-Kommenden-Wunsch-Funktionalität „Mehrbenutzerfähigkeit“. Ich habe dies mit Interesse gelesen, aber irgendwas hat mich da irritiert. Zum einen die Unschärfe im Begriff „transaktionssicher“ und dann das Thema „großer Umbau“ haben doch selbst nach einer Nacht noch im Kopf ihre Kreise gezogen und mich zu diesen theoretischen Überlegungen überredet – just my two cents.
@Gunther – Dieser Beitrag ist nicht als Kritik gemeint, sondern wirklich eher als ein Aufsatz zu einem theoretischen Ansatz.

Kurz zu meiner Person:
Nein – ich kenne Lightroom nicht, sondern setze XNViewMP für mein Hobby und der Bildverwaltung ein. Ja – ich meine etwas Ahnung von Programmierung und speziell Datenbankprogrammierung zu haben. 😎

Vielleicht mal folgende Punkte:

  1. Tansaktionssicherheit
  2. Umbau von SQLite auf eine „große“ Datenbank (kleine Lösung mit Kompromissen)
  3. Konzeption und Grundüberlegungen zu einer großen Lösung für die Bildverarbeitung im Netzwerk mit mehreren Benutzern

Transaktionssicherheit

Hier möchte ich auf Wikipedia zum Thema Transaktionssicherheit verweisen. Grob zusammengefasst ist es aus Sicht einer Datenbank kein Problem das Taggen so zu realisieren, dass sich zwei Benutzer nicht in die Quere kommen. SQLite ist meines Wissens (bitte korrigieren, wenn ich mich irren sollte) nicht als Multiuser-Datenbank-Engine konzipiert. Wahrscheinlich ist es dies was Gunther damit meinte. Auch das bekannte Access gehört in diese Kategorie. Man bekommt das zwar hin, dass mehrere User auf eine Datenbank zugreifen können, aber dies ist mit Kompromissen bzgl. Performance und Betriebssicherheit verbunden.

Kleine Lösung – Umbau auf eine „große“ Datenbank wie bspw. MS-SQL, Oracle, DB2 oder MySQL etc.

Unter der Voraussetzung, dass Lightroom ordentlich programmiert ist – sprich in Modulen gekapselt, so wie in einzelne Schichten aufgeteilt und abstrahiert ist, so sollte es ein leichtes sein, die SQLite-Datenbank gegen ein anderes Produkt auszutauschen. Ansonsten stimmt schon das Design und die Umsetzung nicht.
Okay – es gibt immer das Argument der historischen Entscheidungen und der gewachsenen Software. Aber irgendwann kommt der Punkt, wo auch dieses Kapitel angegangen werden muss!

Damit wäre erst mal nichts weiteres gewonnen, als dass das Thema „mehrere User arbeiten in einer Datenbank an einem Datenbestand“ sauber gelöst wurde. Dies stellt zumindest die Grundlage dar. Die Probleme um die Ablage der Bilder auf der Festplatte, dass nicht alle Rechner auf diese Freigabe mit den gleichen Zugriffsnamen (Laufwerksbuchstaben etc.) zugreifen, wäre noch irgendwie in den Griff zu bekommen – bspw. mittels eines NAS mit einem gemeinsamen Share. Das physikalische Verschieben der Dateien würde aber dennoch zu Problemen führen, da das Programm auf Rechner 1 nicht zwangsläufig das mitbekommen würde, was Rechner 2 macht. Somit wäre ein zyklischer Abgleich auf Festplattenebene notwendig. Die Performance wäre damit wieder im Keller.
Was das Thema Bilder über das Netzwerk betrifft, so müsste man rechnen, ob ein 1 GBit- oder 10 GBit-Netzwerk sich flüssig anfühlt, wenn laufend 50 MB-Dateien übers Netz fließen und man übers Netzwerk dann die Entwicklung vornehmen würde. ABER jetzt fängt wieder das „Multiuserproblem“ an. Mehrere User bearbeiten das gleiche Bild auf dem Share? Das wird Probleme machen und am Ende ist vermutlich die Bilddatei kaputt. Unwahrscheinlich? Benutzer bekommen ALLES hin – auch das unwahrscheinliche in einer Mikrosekunde das Gleiche machen zu wollen – ich schwöre!

Diese „kleine Lösung“ würde also nur den Komfort bringen, das Katalogisieren und Verschlagworten der Bilder multiuserfähig zu machen. Okay – nach einem heftigen Tag mit mehreren hundert oder tausenden Bildern, wäre eine parallele Verschlagwortung und Bewertung schon mal ein Wort. Man würde sich diesen Vorteil aber mit einer reduzierten Betriebssicherheit erkaufen. Das mag mit zwei Usern dem Schlage „wir sitzen uns gegenüber und wissen was wir tun und haben die Aufgaben gut aufgeteilt“ funktionieren – spätestens aber in einem professionellem Team und Umfeld wäre das aber nichts.

Große Lösung – 3-Tier-Architektur – theoretische Überlegungen

Damit wären wir dann bei der nächsten Ausbaustufe, welche ein komplettes Umkrempeln der Software zur Folge hätte. Notwendig wäre zum einen die Datenbankengine. Dann wäre da noch das Middle-Tier, welches sich als Mittler zwischen Client, Server und Festplatte eingliedern würde.
Der Client des Users würde sich also „nur“ noch auf die Bedienung konzentrieren und würde alle Schritte an das Middle-Tier weiterreichen. Diese würde sich um die Datenbankanbindung und die Dateiablage kümmern und zentral verwalten. Die Bildbearbeitung wäre dann auch auf das Middle-Tier ausgelagert, was es wiederum ermöglichen würde schwache Clients wie Handy und Tables als reales Frontend zu benutzern. Auch könnte man dann entsprechende Hardware zentralisieren. Also eine klassischer Client-Server-Architektur.

Um zusätzlich Performance zu gewinnen, müsste man dann bei einem lokalen gut ausgestatteten PC dann noch eine Replikation einführen. Der User checkt quasi das Bild aus und sperrt es gegen die anderen Benutzer. Das Bild wird repliziert vom Middle-Tier zum PC. Es findet eine lokale Bearbeitung statt und wird anschließend wieder auf dem Server eingecheckt. Die andere Variante wäre, dass quasi nur die Preview vom Server auf den PC synchronisiert wird und die Barbeitung/Entwicklung nur remote funktionieren würde.

Bis auf die Entwicklung eines Bildes müsste es all das schon im Bereich der Medienagenturen geben. Das Verschlagworten der Bilder und das schnelle Wiederfinden, sollte dort ja eigentlich tägliches Brot sein.

Fazit

Mal schnell die Datenbankengine austauschen sollte nicht das Problem darstellen. Wie aber so oft stellt die Anforderung durch den Benutzer nur die Spitze eines Eisberges dar. Unter der Motorhaube ist dann doch etwas mehr zu tun. Ein wirkliches Enterprise-Lightroom ist an für sich nicht das große Thema, aber dennoch schon eine Ecke was anderes (und dann noch Cross-Plattform) als das was sich Otto-Normalverbraucher so vorstellt. Der Hersteller hat schließlich auch einen Ruf zu verlieren. Und mal ehrlich – für EUR 100 – 200.- ist dies auch nicht realisierbar.

Wenn aber mal diese Lösung stehen würde, so wäre diese super skalierbar. Sowohl die Hardware wäre auf jeder Ebene austauschbar und aufrüstbar. Somit wäre auch das Cloudthema wieder frisch aufgeflammt (auch das Arbeiten in der private Cloud). Aber auch auf der Featureseite würden sich dann weitere Optionen ergeben. Anbindung an ein Dokumentenmanagmentsystem, um z.B. revisionssicher die Urheberschaft nachweisen zu können. Oder einfach ein Model-/Propertyrelease scannen und in der Datenbank hinterlegen. Das dann mit der Bilderserie verknüpfen und schon hat man auf Knopfdruck die wichtigsten Daten zusammen. Steht die Datenbank, so wären auch Features möglich, wie wo wurde publiziert, ein Fakturasystem oder sogar die Anbindung an verschiedene Agenturen (z.B. Mikrostock- oder Nachrichtenagenturen). Etc. und usw.

Sollte Adobe dies hier zufällig lesen und aufgrund dieser Beschreibung dies auch umsetzen, so wäre ein Danke nicht schlecht. 🙂 Aber Scherz beiseite – der Umbau einer gewachsenen Software, die derzeit nur auf einen Benutzer ausgerichtet ist, auf eine Multiuser-Umgebung ist nicht unmöglich. Die Komponenten sind vorhanden, das Know-How ist vorhanden, die wirtschaftliche Kraft ist vorhanden, … – stellt sich nur die Frage, ob der Mut seitens des Herstellers vorhanden ist. An den Finanzen sollte es nicht hapern. Jedoch wie groß ist der Zielmarkt?

Genug gelabbert. Dafür dass mir eigentlich „nur“ ein paar kleinere Worte quer lagen…
Just my two cents. Gunther – go ahead. Ein stiller Mitleser.

Bernd

Zimmerbrand – Schicksal vs. Faszination

Vor ein paar Tagen gab es in Stuttgart-Möhringen für eine Familie ein kleiner Schicksalsschlag. Die Wohnung fing Feuer und brannte innerhalb kurzer Zeit ziemlich kräftig. Die Nachrichten- und Medienagentur 7aktuell berichtete noch in der gleichen Nacht – ein Tag später stand auch ein Bericht bereits im Online-Regional-Teil der Bild-Zeitung.

Als aller aller erstes mein Mitgefühl an die Familie, die ein Teil Ihres Lebens in Flammen aufgehen sehen mussten. Dann auch ein dickes Lob an die Stuttgarter Feuerwehr. Gefühlt sofort am Brandort und 20 min. später war auch das Feuer schon gelöscht.

Warum nun dieser Blogeintrag. Zum einen hat man es nicht jeden Tag, dass quasi in der Nachbarschaft ein Feuer ausbricht. Dann wiederum ist der Mensch schon immer fasziniert vom Feuer. Und als Hobbyknipser ist das Spiel aus Kontrasten und Farben natürlich eine Einladung die Kamera zu zücken und Bilder zu machen.
Wie ich in meinem Beitrag zur „Die beste Kamera für die Streetfotografie“ schon sagte – die beste Kamera ist die, die dabei ist. Ergänzen müsste man vielleicht noch, dass auch der Akku geladen sein sollte und der Speicherchip noch etwas Platz hat 😎 .

Genug gequatscht – ein paar Bilder:
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Die beste Kamera für Streetfotografie…

Was habe ich schon alles über Fotoequipment für Streetfotografie gelesen. Möglichst kleine, unauffällige und schnellauslösende Kamera, klasse Weitwinkelobjektiv usw. usw. – ALLES KÄSE!!! Nur die Kamera, die man einsatzbereit dabei hat – nur so eine Kamera ist die Beste schlechthin.
Sicher haben die Jungs recht – aus technischer Sicht zumindest. Klein, schnell, super Bilder – alles dies hat seine Berechtigung. Aber was nützt es, wenn diese daheim auf dem Schreibtisch liegt?

So ist dies mir passiert – eigentlich wollte ich einen Kumpel besuchen. Beim Aussteigen aus der U-Bahn stehe ich dann vor dieser Treppe… – schönes Licht, kein Mensch weit und breit und KEINE Kamera dabei. Also Handy raus.

Haltestelle in Stuttgart - aufsteigende Treppe
Keine 200 Meter weiter die Straße lang – eingelassen in ein etwas heruntergekommenes Industriegebäude – eine Eventlocation im Stile der 70er-Jahre. VW-Strandbuggy, Plastikmöbel, Discokugel und Bonanzarad… Und? Immer noch keine Kamera dabei. Also Handy raus.

70ths-Eventlocation

Ein paar Tage später. Mal schnell NUR ein paar Einkäufe. Also rein in die Tiefgarage, das Auto abgestellt und was steht da? Ein VW-Samba – wirklich schön gerichtet, poliert – einfach schön. Und? Verdammt. Schon wieder die Kamera nicht dabei. Da tröstet es auch nicht, dass der VW-Bus in eine Ecke gedrückt geparkt eigentlich nicht wirklich in Szene zu setzen ist. Also muss das Handy wieder herhalten.

VW-Samba - Bulli - T1

Mein Fazit: Die hypergeile Vollformatkamera in der Größe einer Briefmarke, bestückt mit einem Zeisobjektiv mit der Lichtstärke 1.2 mit einer Auflösung von 100 Megapixels… – alles Mist, wenn man das Ding nicht dabei hat. Also – was bleibt: DIE beste Kamera für Streetfotografie ist die Kamera, die man dabei hat. Notfalls auch das Handy vom Discounter. 😎
Just my two cents.

Fotos die sich vermehren (Teil 2)

Unter „Fotos die sich vermehren“ hatte ich berichtet gehabt, dass ich ein paar Bilder bei wtatennis.de gefunden und mich einfach nur gewundert hatte. Suchmaschinen funktionieren auch rückwärts und die Betreiber checken Ihre Backlinks. Dabei haben sie sich gemeldet, die betreffenden Bilder offline genommen und sich 1000x entschuldigt (so dass es mir schon fast peinlich war). Wir stehen nun auch in Kontakt und tauschen hier ein paar Bilder aus. Den Betreibern ist damit geholfen, dass sie ihre Nachwuchsspielerinnengallerie vervollständigen können und mir, dass ich meine Bilder nicht in verrauschter Briefmarkengröße ansehen muss.

Meinen Respekt an Euch (wtatennis.de) wie Ihr mit diesem Thema umgeht und so schnell nach Kenntnisnahme reagiert, obwohl ich euch gar nicht angeschrieben hatte.

Da ich meinen Unterhalt definitiv nicht mit der Fotografie verdiene, sehe ich das Thema „Bilder kopieren“ etwas gelassener. Man muss damit rechnen: Was ins Internet eingestellt wird – verselbstständigt sich auch. „Gott und die Welt“ (sowie diverse staatliche Organisationen 😎 ) lesen mit und ggf. werden Kopien angefertigt. Ein Stück weit könnte man auch sagen, dass man das zumindest auch möchte – sonst würde man ja auch nicht publizieren.

Wenn man nun dabei auch noch fair bleibt und die Arbeit des anderen respektiert, haben dann nicht alle gewonnen?