Erster Auftritt von „Parole Paula“

Im Zuge des „Under The Bridge Skateboard Contest 2017“ hatte die Band „Parole Paula“ Ihren ersten Auftritt. Zumindest mal für vier Stücke. Der zweite Teil des Konzerts sollte nach dem Miniramp-Contest stattfinden. Sollte – das Ordnungsamt setzte gegen 20:00 durch, dass keine Ansagen und keine Hintergrundsmusik mehr die Veranstsaltung untermalen durfte. Somit viel auch der zweite Teil des Auftrittes punkrockig der Behörde zum Opfer. Leider. Hoffentlich bald mehr…

Rezension Workshop Blitzlichfotografie

Nach einigen vielen geblitzen Bildern und einer gewissen „Es fehlt den Bildern Was“-Unzufriedenheit buchte ich den den Workshop „Licht 2: Blitzlicht gekonnt einsetzen“. Der Theorie aus Buechern, Blogeintraegen und Versuchen sollte sich nun auch ein praktischer „Ausbildungsteil“ anschliessen.

Um das Fazit vorweg zu nehmen – jede Sekunde war es wert dabei gewesen zu sein. Der Referent Andreas Martin brennt fr seinen Beruf Fotografie. Und nicht nur fachlich war das klasse, sondern auch didaktisch. Der rote Faden ging nie verloren. Dass On-Top noch ein Modell gebucht war – das hatte ich nicht erwartet. Also – jederzeit gerne wieder zu einem anderen Thema.

Kurzagenda:

  • Vorstellungsrunde
  • Etwas Equipmentkunde und Hinweise auf Qualitaetsmerkmale
  • Etwas Theorie
  • Viel Indoorpraxis (100% Blitz)
  • Outdoopraxis (Mischlicht, AL und Blitz)

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Abschiedskonzert der Fun-Punk-Band „Parkhaus“

Ich hatte mich ja in dem Artikel „Konzertfotografie – Theorie und Praxis am Beispiel eines Clubkonzerts“ schon mal über den „Tipp – Fotografier doch einfach bei einer befreundeten Band im Club“ geschrieben. Es geht noch schlimmer… – um genauer zu sein – es geht noch dunkler…

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Die Fun-Punk-Band „Parkhaus“ hatte letzten Samstag Ihr offizielles Abschiedskonzert (kein Revival ohne Abschied 😉  ) hier in Stuttgart. Also nix wie hin und natürlich auch die Kamera mitgenommen.

Meine Erkenntnisse:

  • Punks bewegen sich schneller als Hardrocker
  • Die Bühnenbeleuchtung geht noch düsterer
  • Splitlight macht einen Weißabgleich zum Horror – oben sonnenverbrannter Marsmensch mit Bauchnabel und Beine in kaltweißer Suppe bis hin zum Schlagzeuger im schwarzen Loch 🙂
  • Besucher eines Punkkonzertes haben einen „eigenen Tanzstil“

Was hieß dies für die Kamera? Erst mal die ISO auf 3200, die Belichtung dann so bei ca. 1/120 und die Blende zwischen f1,4 und f2 aufgerissen. Das mit dem Fokuspunkt ist dann so eine Sache – Fokus auf die Augen, dann abdrücken, wenn man glaubt, dass der Sänger ungefähr wieder da steht wo man zuvor den Fokuspunkt abgenommen hat. Und in meinem Fall hatte ich Glück, dass drei Konzertbesucher mich gegen die Pogotänzer abgeschirmt hatten. Danke Euch – war sicher nicht Eure Absicht – hat aber super funktioniert.

Aber genug gesabbelt – ein paar Bilder:

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Ach noch was – die Zugabe war geil. Ein Punkstück acapella mit Akustikgitarre/-bass und Geige war für mich ein absolutes Novum.

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Konzertfotografie – Theorie und Praxis am Beispiel eines Clubkonzerts

Sucht man im Internet nach dem Thema Konzertfotorgafie, so findet man Hinweise zur Bildgestaltung und auch ein paar organisatorische und technische Hinweise. Dies habe auch ich getan, als die Jungs von H-Rocks mich baten ein paar Bilder bei einem Live-Konzert zu „schießen“. Ich wollte ja etwas vorbereitet sein.

H-Rocks in concert

Ein paar willkührliche/unvollständige Linkliste zum Thema:

 

Die Theorie:

  • Die Kamera muss high-ISO-fähig sein, also bei ISO 800, 1600, 3200 nicht nur bunten Rauschsalat liefern.
  • Bei Belichtungen länger 1/125 sec. kämpft man mit Bewegungsunschärfe
  • Lichtstarke Objektive mit Offenblende von min. 2.8 verwenden
  • Serienbildfunktion nutzen
  • Wenn möglich Aufnahmen im RAW-Format
  • Automatischer Weißabgleich
  • Man sollte seine Kamera blind beherrschen.
  • Bei großen (professionellen) Konzerten geht nichts ohne Akreditierung
  • Man kann ja aber auch in kleinen Clubs „üben“
  • three songs – no flash
  • Nutzung eines Stativs bzw. Einbeinstativs

 

Die Praxis:

Soweit eigentlich klar und einleuchtend. Aber nun zur Praxis bzw. meine Erfahrung mit dem oben erwähnten Club-Konzert.

  • Die Bühne ist ebenerdig, der Schlagzeuger hat kein Podest, die restliche Band steht davor und verdeckt die Rhythmusmaschine.
  • Der Bühnenbereich ist vorne links und rechts zu je einem Drittel durch eine Sitzgruppe begrenzt mit hohen stylischen Abgrenzungen zu den anderen Sitzgruppen, das mittlere Drittel dient als „Guckloch“ auf die Bühne.
  • Der Club ist im mittleren Drittel gefühlt gerade mal drei Meter breit, dafür aber gefühlte 30 Meter tief.
  • Der jedem Zuhöhrer zur Verfügung stehende Platz besteht aus der Grundfläche auf der er steht und der Abstand definiert sich aus dem Bierbauch-Rücken-Abstand mal der Schulterbreite. Also so, dass keiner umfallen kann.
  • Die Bühnenbeleuchtung besteht aus einem Balken mit vier hypernervösen LED-Leuchten, die wild bei jedem Drumkick oder tiefen Gitarrenriff die Farben im Millisekundentakt durchwechseln. Die Beleuchtung kommt von links, so dass der Gittarist in der heftigsten Mittagssonne, der Sänger im Mondschein und der Bassist auf der Rückseite des Mondes steht.
    Abwechselnd bekommt man da den Bildlook zwischen Sonnenbrand, „mir ist kotzübel“ und Leichenblässe wählen.

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Das mit dem kleinen Zoomobjektiv habe schon gleich beim Soundcheck geerdet. Während des Konzertes kamen zwei Festbrennweiten (24mm 2.8 und 50mm 1.4) zum Einsatz. An der Crop-Kamera war das bereits richtig nah dran, um nicht zu sagen teilweise schon (viel) zu nah. ISO stand entweder auf 800 oder 1600 und dann waren Belichtungszeiten von nur 1/60 sec. oder 1/125 sec. bei Blenden zw. 1.4 und 2.8 möglich.
Jetzt sollte man sich nochmals den Raum vor das innere Auge holen. Fotografiert wurde also direkt vom Bühnenrand aus bzw. von einer seitlichen Position auf der Bühne. Die geplante Totale wurde geopfert. Man wäre nie wieder von der Mitte des Raumes an den Bühnenrand vorgekommen – mal davon abgesehen, dass man über-Kopf hätte fotografieren müssen. Wie war das mit der Belichtungszeit und dann freihand??? 😎
Jetzt steht man direkt vor der Bühne. Der Sänger ist ca. 1,50m von der Linse entfernt. Daraus ergibt sich (laut DOF-Rechner) bei meiner Kamera eine Schärfentiefe von 42cm (bei 24mm 2.8) bzw. 5cm (bei 50mm 1.4). Ups, würg… Nasenspitze scharf, der Rest versinkt in einem „wunderschönen Bokeh“ – oder auf deutsch – in der Unschärfe. Und dabei hat man noch nicht mal das Bild verzittert.

Nach ersten Versuchen mit Blenden- und Zeitautomatik habe ich dann auf „M“ umgeschaltet und die drei Parameter Zeit, Blende und ISO fixiert. Pfeif auf die Automatiken. Diese waren genauso schlecht wie eine fixe Einstellung. Meine Kamera macht angeblich ca. 5 Bilder pro Sekunde. Ungelogen: Den Auslöser eine Sekunde gedrückt halten und man hat fünf gleiche Bilder mit gleichem Inhalt – jedes einzelne aber mit einem anderen Farbstich. (Da war was – das mit dem nervöse Flackerlicht und den Lichtabfall quer über die Bühne.) Andy Warhol hätte seine Freude gehabt.

 

Mein Fazit:

  • Die allgemeinen Hinweise (s.o.) haben Ihre Berechtigung.
  • Die Realität ist brutaler als man erst glauben möchte. An vielen Stellschrauben ist einfach nicht zu drehen.
  • Habe einfach Spaß dabei, vergiss nicht die Musik aufzusaugen und nimm einfach ein paar viel zu viele Bilder auf. Ausmisten und löschen ist hinterher auf jeden Fall angesagt. Und um das Thema rudimentäre Bildbearbeitung kommt man auch nicht rum.
  • Habe einfach einen genialen Abend.
  • Wenn das Bild vom Aufbau super ist, farbig jedoch an die Regenbogenfahne erinnern, dann ist vielleicht die Schwarz-Weiß-Version Dein Kumpel.
  • Und wenn so gar nix dabei war – die Erfahung bleibt und auch die Erinnerung an einen genialen Abend. Oder?
  • Hut ab vor der Leistung der Profis. Ich hatte einen ganzen Abend Zeit, um ein paar Bilder zu ergattern. Profis müssen dies unter weit größerem Zeitdruck machen und müssen dann auch was verwertbares haben. Den Druck habe ich zumindest mal nicht.

Aber genug geschrieben – sollen ein paar Bilder sprechen…

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H-Rocks – ein genialer rockiger Abend

@H-Rocks – ich habe Eurer Konzert genossen. Richtig Druck, eine gute Mischung der Titel – richtig gut rüber gebracht. Der Sound und die Lautstärke waren ebenfalls perfekt. Wenn man genau hinhört, so erkennt man wer von Euch seine Präferenzen eher im Bereich Pink Floyd hat oder sich eher an den Sex Pistols orientiert. Aber egal – am Schluss zählt was in Summe rüber kommt. Und das war geil.

Dass ich an dem Abend auch noch meine Kamera auspacken konnte, war für mich natürlich ein super Ding. Beide Hobbys miteinander verbunden – geile Mucke und fotografieren.

Konzertfotografie ist dann doch nochmal was anderes. Kein Licht bzw. zu wenig davon. Dann alles in schreiend bunten Farben und zwar so, dass man vom grünen Marsmenschen bis zum diabolischen Mallorca-Urlauber in krebsrot alles auf der Speicherkarte hat. 🙂 Jede Sekunde eine andere Lichtsituation und keiner bleibt ruhig stehen. Okay das sollt Ihr ja auch nicht, sondern die Bude muss rocken.

Ein paar Aufnahmen vom Abend:

Gruppenaufnahme s/w Band H-RocksH-Rocks - Gitarre und Gesang H-Rocks - Jules in Action H-Rocks - Drummer H-Rocks - Detailaufnahme Gitarre Hosentr�ger mal anders H-Rocks - Rocker trinken alkoholfreies Bier und Wasser